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Ausbildung und Weiterbildung in der Lagertechnik

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Ausbildung und Weiterbildung in der Lagertechnik

Ausbildung und Weiterbildung in der Lagertechnik

Die Bewirtschaftung von Lagerimmobilien (z.B. Logistikzentren und Hochregallager) stellt hohe Anforderungen an das Facility Management (FM). Lagertechnik – also die technischen Anlagen, Regalsysteme und Prozesse in Warenlagern – erfordert speziell qualifiziertes Personal. Facility Manager, insbesondere in leitenden Funktionen, müssen sicherstellen, dass ihr Team über fundierte Aus- und Weiterbildungen verfügt, um Lagerimmobilien effizient, sicher und nachhaltig zu betreiben. Zusammenfassend ist lebenslanges Lernen im Bereich Lagertechnik und Facility Management unverzichtbar. Die FM-Branche hat dies erkannt und bietet heute ein breites Spektrum an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an – von der grundlegenden Lehrausbildung bis hin zu spezialisierten Zertifikaten und akademischen Abschlüssen. Für Heads of Facility Management bedeutet dies, dass sie sowohl ihre eigene Weiterbildung planen als auch die ihrer Mitarbeiter fördern müssen. Nur so bleibt das FM-Team fachlich auf der Höhe und kann einen effizienten, sicheren und innovativen Lagerbetrieb gewährleisten. Schließlich gleicht kein Tag im Facility Management dem anderen, besonders nicht in einer hochdynamischen Umgebung wie einem Lager – und genau das macht den Reiz, aber auch die Herausforderung dieses Berufsfeldes aus.

Facility Management in Lagerimmobilien: Technisch, Infrastrukturell und Strategisch

Technisch, Infrastrukturell und Strategisch

  • Technisches FM in Lagerhäusern beinhaltet die Instandhaltung von Gebäuden und technischen Anlagen. Dazu zählen etwa Regalbediengeräte, Fördertechnik (Förderbänder, automatische Lagersysteme), Flurförderzeuge (Gabelstapler-Ladestationen) sowie Gebäudetechnik wie Beleuchtung, Klima/Lüftung und Sicherheitsanlagen. Ein gut ausgebildeter technischer Facility Manager muss beispielsweise Wartungspläne für automatische Hochregallager erstellen und die Einhaltung relevanter Normen (z.B. DIN EN 15635 zur Regalanlagensicherheit) sicherstellen. Auch Lagerautomation erfordert FM-Kompetenz: Automatisierte Lagersysteme steigern zwar Effizienz, verlangen aber geschultes Personal für Bedienung und Instandhaltung. Technisches FM trägt so zur Betriebssicherheit und Minimierung von Ausfallzeiten im Lager bei.

  • Infrastrukturelles FM umfasst Dienstleistungen rund um den Lagerbetrieb. Dazu zählen u.a. Reinigung, Sicherheit und Zugangskontrolle, Entsorgung (z.B. von Verpackungsmaterial) und Flächenmanagement. In großen Lagerhallen sind z.B. regelmäßige Reinigungen essenziell, um Verkehrswege frei von Hindernissen zu halten. Sicherheitsdienste kontrollieren Zugänge und Alarmsysteme, insbesondere bei hochautomatisierten oder wertvollen Lagerbeständen. Infrastrukturelles FM in Lagerimmobilien erfordert Personal mit Kenntnissen in Arbeitsschutz (z.B. bei Laderampen oder Gefahrstofflagerung) und logistikspezifischen Abläufen. Weiterbildungsangebote, etwa Schulungen der Berufsgenossenschaften, vermitteln Führungskräften, wie Gefährdungen im Lager erkannt und Unfälle vermieden werden (Themen: Flurförderzeuge, manuelle Handhabung von Lasten, Verkehrssicherheit im Lager). Gerade Arbeitssicherheit ist ein Querschnittsthema in Lagerimmobilien, da Unfälle mit Regaltechnik oder Gabelstaplern schwerwiegende Folgen haben können. Entsprechend sind z.B. interne Sicherheitsbeauftragte für Lager und Logistik speziell zu schulen.

  • Strategisches (kaufmännisches) FM beinhaltet das Immobilienmanagement und die strategische Planung der Lagerinfrastruktur. Hier geht es um die FM-Strategie und langfristige Entscheidungen: Standortwahl und -entwicklung, Flächenerweiterungen, Investitionsplanung für Lagertechnik, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sowie Vertrags- und Kostenmanagement. Ein Head of FM im Logistikbereich muss z.B. strategisch planen, ob ein Lager durch Automatisierung ausgebaut wird oder neue Standorte benötigt werden.

  • Planungs- und baubegleitendes FM stellt sicher, dass schon bei Neubau oder Umbau von Lagerhallen FM-Anforderungen (wie z.B. Bodenbelastbarkeit für Regalsysteme oder Wartungszugänge für Förderanlagen) berücksichtigt werden. Solche Kompetenzen können durch spezielle Seminare erworben werden – beispielsweise vermitteln Weiterbildungen zum planungsbegleitenden FM, warum frühzeitige FM-Einbindung für nachhaltigen Gebäudebetrieb nötig ist. Strategisches FM umfasst außerdem Digitalisierung im FM: Der Einsatz von CAFM-Systemen (Computer Aided Facility Management) und IoT-Sensorik in Lagerhallen ermöglicht z.B. die digitale Überwachung von technischen Anlagen und Energieverbräuchen. Führungskräfte müssen entsprechende digitale Kompetenzen entwickeln, um Daten auszuwerten und Optimierungspotenziale zu erkennen. Weiterbildungskurse zu digitalem Facility Management (etwa zu BIM – Building Information Modeling – im FM) tragen diesem Bedarf Rechnung.

Alle drei FM-Bereiche sind in Lagerimmobilien eng verzahnt. Nur mit umfassend geschultem Personal lassen sich Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit in logistischen Liegenschaften gewährleisten. Im Folgenden werden die Ausbildungspfade (Berufsausbildung) und Weiterbildungsangebote beleuchtet, die diese Kompetenzen vermitteln.

Duale Berufsausbildung im Lagerwesen (Deutschland, Österreich, Schweiz)

  • Deutschland: Der zentrale Ausbildungsberuf ist die Fachkraft für Lagerlogistik (IHK). Diese duale Ausbildung dauert drei Jahre im Wechsel von Betrieb und Berufsschule. Auszubildende erwerben dabei umfassende Kenntnisse in der Annahme, Lagerung, Kommissionierung und dem Versand von Gütern sowie in der Lagerorganisation und Bestandskontrolle. Sicherheit und Technik spielen ebenfalls eine Rolle – z.B. lernen Auszubildende den Umgang mit Flurförderzeugen (Staplerschein) und die Bedienung simpler Lagerverwaltungssysteme. Wer einen kürzeren Weg bevorzugt, kann zunächst die zweijährige Ausbildung zum Fachlageristen absolvieren und später das dritte Jahr zur Fachkraft für Lagerlogistik anhängen. Ergänzend dazu existieren weitere technische Ausbildungsberufe, die für das FM in Lagerimmobilien relevant sind – etwa Industriemechaniker oder Mechatroniker mit Schwerpunkt Instandhaltung, Elektroniker für Betriebstechnik (wichtig für die Haustechnik und Förderanlagen in Lagerhallen) oder Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (für Gebäudetechnik). Diese Handwerksberufe liefern oft die Fachkräfte, die später als Techniker im Facility Management arbeiten. Bislang erfolgt der Einstieg ins FM meist über solche handwerklichen Ausbildungen, eine Weiterbildung oder ein Studium. Allerdings zeichnet sich in Deutschland eine Neuerung ab: Brancheninitiativen (z.B. FM – Die Möglichmacher) treiben die Schaffung eines eigenen anerkannten Ausbildungsberufs im Facility Management voran. Geplant ist die „Fachkraft für Gebäudeinfrastrukturbetrieb“ mit dreijähriger Ausbildungsdauer, die gewerkeübergreifend Kenntnisse in Elektro, Sanitär/Heizung/Klima, Metallbau, Dach, Holz, Reinigung sowie digitale und kaufmännische Kompetenzen vermittelt. Diese Fachkraft soll im Objektmanagement Verantwortung übernehmen können – etwa entscheiden, ob ein Schaden selbst behoben werden kann oder ein Spezialist nötig ist. Auch spezifische Qualifikationen (z.B. als Aufzugswärter gemäß TRBS 3121 während der Lehre) sind vorgesehen. Sollte dieser Ausbildungsberuf offiziell eingeführt werden, wäre das ein Meilenstein für die FM-Branche, da erstmals eine direkte Erstausbildung genau auf die Bedürfnisse des Gebäude- und Lagerbetriebes zugeschnitten wäre.

  • Österreich: Hier erfolgt die berufliche Grundbildung im Logistikbereich über den Lehrberuf Betriebslogistikkaufmann/-frau. Diese Lehre dauert ebenfalls drei Jahre und umfasst Lagerorganisation, Wareneingang/Warenausgang, Bestandsmanagement sowie kaufmännische Aspekte der Logistik. Die Inhalte sind vergleichbar mit der deutschen Fachkraft für Lagerlogistik, angepasst an nationale Anforderungen. Für technische FM-Aufgaben kommen in Österreich traditionell Handwerkslehren (Elektrotechnik, Installations- und Gebäudetechnik etc.) in Frage, ergänzt durch Lehrberufe wie Metalltechnik (Maschinenbau) für Wartung von Anlagen. Die Durchlässigkeit des österreichischen Systems erlaubt es Facharbeitern, später über Berufsreifeprüfung oder Werkmeisterschule weiter aufzusteigen – ein möglicher Schritt Richtung Facility Management. Der österreichische Verband FMA hat zudem betont, dass FM-Wissen bereits in technischen Ausbildungen und HTLs (Höhere Technische Lehranstalten) vermehrt integriert werden sollte. Tatsächlich fließen inzwischen in HTL-Lehrpläne Grundlagen des operativen FM und der Facility Services ein, um ein Verständnis für gebäudeübergreifende Zusammenhänge zu schaffen.

  • Schweiz: In der Schweiz gibt es den Berufsabschluss Logistiker/in EFZ mit Fachrichtung Lager. Die Lehre dauert drei Jahre und ähnelt vom Tätigkeitsprofil her der deutschen Fachkraft für Lagerlogistik. Logistiker EFZ lernen, Waren anzunehmen, zu prüfen, fachgerecht einzulagern, Bestände zu verwalten und Güter für den Versand vorzubereiten. Zusätzlich existiert eine zweijährige Anlehre Logistiker EBA als Grundstufe. Für das Facility Management existiert (ähnlich wie in Deutschland) noch kein eigener Lehrberuf. Allerdings bietet die Schweiz im Bereich Hauswartung und Gebäudetechnik Berufsabschlüsse: z.B. Hauswart mit eidg. Fachausweis oder Fachmann Betriebsunterhalt (für Liegenschaftenpflege). Diese Abschlüsse decken Teilbereiche des infrastrukturellen und technischen FM ab und sind oft Sprungbrett in FM-Positionen. Im Ausbildungsumfeld zeigt sich ein Trend, FM-Kompetenzen früh zu vermitteln: So wird in manchen bestehenden Lehren (z.B. Elektriker) bereits Wissen über FM und Schnittstellen zu anderen Gewerken vermittelt. Dies soll den Nachwuchs für ganzheitliche Zusammenhänge sensibilisieren, was für einen späteren Einsatz in komplexen Lagerimmobilien wertvoll ist.

Die klassischen Ausbildungen in Lagerlogistik vermitteln operative Grundlagen der Lagertechnik und bilden damit eine wichtige Basis. Ergänzend liefern technische Handwerksberufe das Fachpersonal für die Betreuung der gebäudetechnischen Anlagen in Lagerimmobilien. Eine dezidierte Erstausbildung für Facility Manager existierte lange nicht, wird aber inzwischen in Angriff genommen. Für FM-Leiter bedeutet dies, dass ihr Personal oft interdisziplinäre Hintergründe hat – vom Logistiker bis zum Elektriker – was durch Weiterbildung zu einem einheitlichen Wissensstand im Facility Management geführt werden muss. Im nächsten Abschnitt betrachten wir diese Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten.

Weiterbildung und Zertifizierungen für Lagertechnik und Facility Management

Berufliche Weiterbildung ist in der Lagertechnik/FMFachrichtung entscheidend, um mit technischen Innovationen, komplexeren Vorschriften und steigenden Management-Anforderungen Schritt zu halten. Nach der Erstausbildung (und meist einigen Jahren Berufspraxis) stehen in der DACH-Region zahlreiche Fortbildungswege offen – von IHK-Prüfungen über Zertifikatslehrgänge bis hin zu Hochschulstudien. Im Folgenden werden die wichtigsten Weiterbildungsarten und Anbieter vorgestellt, gegliedert nach formalen Abschlüssen und Zertifikaten.

Aufstiegsfortbildungen und IHK-Prüfungen (Deutschland)

  • Geprüfter Logistikmeister (IHK): Diese Weiterbildung qualifiziert erfahrene Lagerlogistiker für Führungsaufgaben in Lager und Transport. Der Logistikmeister ist ein öffentlich-rechtlicher Abschluss auf Meisterebene. Die Lehrgänge (Vollzeit ca. 6–12 Monate oder berufsbegleitend 1,5–2 Jahre) bereiten auf eine anspruchsvolle IHK-Prüfung vor. Inhalte sind u.a. Lager- und Transportlogistik, Prozessoptimierung, Personalführung, Arbeitsrecht und betriebliches Kostenwesen. Logistikmeister übernehmen typischerweise die Leitung von Lagerbereichen oder Logistikzentren. Ihr Kompetenzprofil umfasst sowohl operative Steuerung als auch Qualitätssicherung und Arbeitsschutz. Damit sind Logistikmeister auch prädestiniert, Schnittstellen zum Facility Management zu bedienen – z.B. bei der Planung von Lagerkapazitäten oder der Umsetzung von Sicherheitsvorschriften in Lagerhallen. Die Weiterbildung zum Logistikmeister reagiert auf den ständigen Wandel der Logistikbranche; Logistik-Fachkräfte sollen sich „durch Weiterbildung auf den neuesten Stand bringen, um sich beruflich weiterentwickeln zu können“. Damit wird verdeutlicht, dass Aufstiegsfortbildungen erforderlich sind, um neue Technologien (etwa IT-gestützte Lagersysteme) und Methoden (Lean Logistics, Supply Chain Management) in der Praxis einsetzen zu können.

  • Fachwirt für Facility Management (GEFMA/IHK): Für Praktiker im FM hat der deutsche Branchenverband GEFMA gemeinsam mit Bildungsanbietern ein zertifiziertes Weiterbildungsprogramm zum Fachwirt/in Facility Management (GEFMA) etabliert. Dieser Kurs (umfangmäßig etwa vergleichbar einem IHK-Fachwirt) vermittelt praxisnah sämtliche Grundlagen des FM: von betriebswirtschaftlichen Grundlagen über technisches Gebäudemanagement bis hin zu Rechtsfragen und FM-Strategie. Die GEFMA-Weiterbildung gibt es in Vollzeit oder berufsbegleitender Form, abschließend mit einer Prüfung zum GEFMA-Zertifikat. Sie richtet sich an Berufspraktiker, die bereits eine Ausbildung (oft in Technik oder Kaufmannswesen) haben und sich gezielt im FM weiterqualifizieren möchten. Seit Einführung 1998 haben über 5.200 Fachwirte und Servicekräfte FM diese Qualifikation erworben. Anerkannte Bildungsträger – etwa die Technische Akademie Wuppertal, Technische Akademie Esslingen, TÜV SÜD Akademie und weitere – bieten die Lehrgänge an. Die Inhalte werden regelmäßig an Branchentrends angepasst; aktuelle Schwerpunkte wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit ziehen sich als Querschnittsthemen durch die Lehrpläne. Für Facility Manager in Lagerimmobilien ist dieser Fachwirt eine wertvolle Ergänzung, da er systematisch alle FM-Leistungsbereiche abdeckt (technisch, infrastrukturell, kaufmännisch) und so hilft, die im Lagerumfeld vorhandenen Einzelausbildungen (z.B. Logistik plus Elektriker) zu einer ganzheitlichen Sicht zu verbinden.

  • Weitere IHK-Zertifikatslehrgänge: Zunehmend bieten IHKs auch kürzere Zertifikatskurse an, die auf bestimmte Aspekte des Facility Managements abzielen. Beispiele sind der Facility Management Agent (IHK) – ein ca. 5-monatiger Fernlehrgang, der Quereinsteigern Grundlagen des modernen FM vermittelt (technische, kaufmännische und infrastrukturelle Basics). Ebenso gibt es IHK-Kurse wie Gebäudemanagement (IHK) oder Energiemanagement-Fachmann (IHK), welche für FM in Lagergebäuden interessant sein können (etwa um Energieeffizienz in großen Lagerhallen zu steigern). Diese Zertifikate sind zwar nicht mit einer staatlichen Prüfung wie beim Fachwirt verbunden, aber sie tragen ein IHK-Siegel, was in der Branche als Qualitätshinweis gilt. Für Arbeitgeber im Logistikimmobilien-Sektor können solche Weiterbildungen eine schnelle Möglichkeit sein, Mitarbeiter gezielt in neuen Aufgaben fit zu machen – beispielsweise jemanden aus der Lagerverwaltung in die Lage zu versetzen, grundlegende FM-Aufgaben mit zu übernehmen.

Hochschulabschlüsse und akademische Weiterbildung

  • Studium Facility Management: In Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich Bachelor- und Masterstudiengänge im Facility Management etabliert. Diese sind häufig interdisziplinär angelegt, kombinieren also technische und wirtschaftliche Inhalte. Beispiele: der Bachelor Facility Management & Immobilienwirtschaft (FH Kufstein, Österreich), Bachelor Facility Management (verschiedene deutsche Hochschulen, z.B. Hochschule für Technik Stuttgart oder HAW Frankfurt) und MSc Facility Management (ZHAW in Zürich, Schweiz). Solche Studiengänge sind zum Teil von Verbänden zertifiziert – GEFMA etwa vergibt das Zertifikat "Facility Manager (GEFMA)" an Absolventen bestimmter Studiengänge nach Richtlinie GEFMA 610. Im Studium werden vertiefte Kenntnisse zu FM-Strategie, Immobilienökonomie, technischer Gebäudeausrüstung, Recht und Management vermittelt. Für Logistikimmobilien ist z.B. das Thema Strategisches Real Estate Management (Portfolio-Management von Standorten, Mietmodelle für Logistikzentren etc.) relevant, ebenso Nachhaltigkeitsmanagement (Stichwort Green Logistics Gebäude: etwa DGNB-Zertifizierung von Logistikhallen). Einige Studienangebote erlauben Spezialisierungen – z.B. Logistics Engineering and Management oder Bauingenieurwesen mit Vertiefung FM. Personen aus der Praxis können auch berufsbegleitende Angebote nutzen, etwa den MBA Facility Management (z.B. an der TU Wien mit Schwerpunkten auf Workplace Management, ESG und digitale Transformation) oder den Master of Science Facility and Property Management an der Donau-Universität Krems. In der Schweiz bietet die ZHAW als einzige Hochschule sowohl Bachelor als auch konsekutive Master im FM an, die speziell auf die Verbindung von Real Estate und FM ausgerichtet sind. Akademische Abschlüsse sind für leitende FM-Positionen (etwa Bereichsleiter FM bei großen Logistikunternehmen oder Immobilienfonds) oft gefragt, da sie analytische und strategische Fähigkeiten nachweisen, die über die praktische Betriebsorganisation hinausgehen.

  • Höhere Berufsbildung (Schweiz): Die Schweiz besitzt ein eigenes System der höheren Berufsbildung, das praxisorientierte Diplome verleiht. Im FM-Bereich gibt es z.B. die eidgenössische Berufsprüfung Fachfrau/Fachmann Betriebsunterhalt (Hauswart), die höhere Fachprüfung Dipl. Leiter/in Facility Management und Maintenance (HFP) sowie Bildungsgänge an Höheren Fachschulen (HF). Die BFF Bern bietet als einzige HF den Abschluss Dipl. Betriebsleiter/in Facility Management HF an. Diese Schweizer Abschlüsse sind hoch angesehen und speziell auf operative Führungsfunktionen im FM zugeschnitten. Inhalte umfassen bspw. Gebäudetechnik, Instandhaltungsplanung, Reinigungs- und Sicherheitstechnik, aber auch Personalführung und Qualitätssicherung. Für jemanden, der eine Lagerhalle oder ein Team von Haustechnikern leitet, liefern solche Abschlüsse praxisnahes Rüstzeug.

  • Verwandte Studiengänge: Auch ein Abschluss in Logistikmanagement oder Supply-Chain-Management kann in Kombination mit FM-Know-how wertvoll sein. Während diese Studiengänge primär auf die Material- und Warenflussoptimierung abzielen, vermitteln sie doch ein vertieftes Verständnis der logistischen Prozesse, mit denen ein Facility Manager in Lagerimmobilien täglich kooperiert. Einige Hochschulen bieten z.B. duale Studiengänge an, die betriebliche Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik mit einem Bachelor in BWL/Logistik kombinieren – die Absolventen kennen dann sowohl den praktischen Lagerbetrieb als auch betriebswirtschaftliche und immobilienbezogene Aspekte.

Zertifikate und spezialisierte Schulungen (Technik, Sicherheit, Digitalisierung)

  • Technische Fachzertifikate: Beispiele sind Schulungen zum Energiemanagement (z.B. "Energiebeauftragter (TÜV)" oder IHK-Lehrgänge zu Energiemanagern gemäß ISO 50001) – wichtig um den Energieverbrauch großer Lagerhallen (Beleuchtung, Heizsysteme, ggf. Kühlung) zu optimieren und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Auch Brandschutz-Weiterbildungen sind essenziell: Ein Lager hat oft hohe Brandlasten, daher müssen Mitarbeiter als Brandschutzhelfer oder sogar Brandschutzbeauftragte ausgebildet werden (Kurse von z.B. TÜV oder Feuerwehrschulen, gemäß DGUV und vfdb-Richtlinien). IT-Kompetenzen werden vermehrt durch Lehrgänge wie CAFM-Software Anwenderschulungen, BIM-Methodik für FM oder Digitalisierung im FM abgedeckt. So bietet z.B. die ZHAW einen Zertifikatslehrgang (CAS) Strategisches Real Estate und Facility Management mit Fokus auf Digitalisierung an. Einige private Institute (SDL Akademie, Haufe Akademie etc.) offerieren Seminare zu KI im FM oder Digitalem Gebäudemanagement, was zeigt, dass Themen wie IoT, Analytics und KI auch in Lagerimmobilien Einzug halten. Ein konkretes Beispiel ist der Geprüfte Facility Informationsmanager (RealFM) – ein neuer Zertifikatskurs, der über vier Module FM-Fachleute in der Anwendung der BIM-Methodik in der Betriebsphase schult. Dieser Abschluss FIM (Facility Informationsmanager) wurde in Verbindung mit dem BIM2FM-Leitfaden entwickelt, um digitale Bauwerksdaten im FM nutzen zu können – hochrelevant, wenn man an moderne automatisierte Logistikhallen denkt, die komplett als Digital Twin geplant werden.

  • Arbeitssicherheit und Prüfungen: Für den sicheren Betrieb von Lagern sind gesetzlich bestimmte Prüfungen und regelmäßige Kontrollen vorgeschrieben. Entsprechend gibt es Schulungen zur befähigten Person für diverse Prüfaufgaben. Ein wichtiges Beispiel ist die Regalinspektion nach DIN EN 15635: Statische Regalsysteme müssen in Deutschland mindestens alle 12 Monate durch eine befähigte Person geprüft werden (neben wöchentlichen Sichtkontrollen). Um solche Prüfungen intern durchführen zu dürfen, bedarf es einer Weiterbildung zum Regalprüfer bzw. Regalinspekteur, angeboten etwa von TÜV, DEKRA oder IHK. „Für die jährliche Regalinspektion nach DIN EN 15635 ist eine Qualifizierung wie die Ausbildung zum Regalinspekteur notwendig“ – diese Aussage unterstreicht die Bedeutung von spezieller Schulung im Lagerumfeld. Weitere sicherheitsrelevante Zertifikate sind der Führerschein für Flurförderzeuge (Staplerschein), den praktisch alle Lager-Mitarbeiter benötigen – die Schulung erfolgt nach DGUV Grundsatz 308-001 meist in kurzer Kursform. Für Führungskräfte im FM bieten die Berufsgenossenschaften zudem Seminare an, z.B. BGHW-Seminare für Sicherheitsbeauftragte in Lager und Logistik oder Trainings zu Lagertechnik – Sicheres Betreiben von Hochregallagern. Auch der Brandschutz erfordert Qualifikationen: Ein Brandschutzbeauftragter in einem großen Lager muss einen zertifizierten Lehrgang (ca. 64 Unterrichtsstunden nach vfdb-Richtlinie) absolviert haben. Ebenso sind Kenntnisse in Erster Hilfe, Evakuierung und Notfallmanagement Teil kontinuierlicher Fortbildung in Unternehmen.

  • Normen und Qualitätsmanagement: FM-Leiter im Lagerbereich sollten mit relevanten ISO-Normen vertraut sein. Dazu gehören ISO 9001 (Qualitätsmanagement) – viele Logistikdienstleister sind nach ISO 9001 zertifiziert und erwarten auch vom FM-Prozesse in dieser Qualität, ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO 45001 (Arbeitsschutzmanagement). Zwar sind dies keine persönlichen Abschlüsse, doch bieten TÜV & Co. Schulungen an, um z.B. interne Auditoren für diese Managementsysteme auszubilden. Außerdem existiert mit ISO 41001 seit 2018 ein internationaler Standard für Facility-Management-Systeme, der im FM-Bereich zunehmend an Bedeutung gewinnt. Führungskräfte können sich mit den Anforderungen dieser Norm vertraut machen, um ihr Facility Management systematisch und strategisch auszurichten.

  • Weitere branchenspezifische Trainings: Je nach Art der Lagergüter können weitere Spezialisierungen wichtig sein: z.B. Gefahrgut-Schulungen (ADR-Schein) für Gefahrstofflager, Hygiene-Schulungen bei Lebensmittellagern, Kühlanlagenschein (Kategorie I gem. ChemKlimaschutzV) für Kühlhäuser usw. Private Akademien, die solche Schulungen im Portfolio haben, sind etwa die DEKRA Akademie, TÜV Akademien, aber auch spezialisierte Institute wie die Logistik Akademie oder Schulungszentren von Berufsgenossenschaften. In der DACH-Region gibt es auch etablierte FM-Fachmessen und Konferenzen, auf denen neueste Trends diskutiert werden – der Besuch solcher Veranstaltungen (z.B. die Fachmesse "FACILITY MANAGEMENT" in Frankfurt oder die LogiMAT für Intralogistik in Stuttgart) bietet informelle Weiterbildung und Networking für FM-Verantwortliche.

Institutionen und Bildungsträger in der DACH-Region

  • IHK/HWK (Deutschland): Zuständig für die Organisation der dualen Berufsausbildung (z.B. Prüfungen Fachkraft Lagerlogistik) und der Aufstiegsfortbildungen (Logistikmeister IHK, Betriebswirt, etc.). IHKs zertifizieren zudem einige kürzere Lehrgänge in Kooperation mit Bildungsträgern (z.B. Facility Management Agent).

  • WKO und Institute (Österreich): Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) über ihre Institute WIFI (Wirtschaftsförderungsinstitut) und bfi (Berufsförderungsinstitut) bietet zahlreiche Weiterbildungen an – von Logistikmeister-Kursen (Meisterkurse Logistik) bis zu Lehrgängen im FM. Das Facility Management Austria (FMA) und IFMA Austria betreiben Bildungsdatenbanken und fördern FM-Zertifizierungen. FHs wie Kufstein oder Wien (TU Wien Continuing Education) sind führend in akademischer FM-Ausbildung.

  • Berufsverbände: In Deutschland GEFMA (Deutscher Verband für FM) mit den genannten Zertifikatslehrgängen (Fachwirt/Servicekraft FM) und Zertifizierung von Studiengängen. GEFMA kooperiert mit IFMA und RealFM und veröffentlicht Richtlinien (z.B. GEFMA 610 für Hochschulen, GEFMA 604 für Bildungsträger). In der Schweiz fmpro (Verband für FM und Maintenance) und IFMA Schweiz setzen Standards und vernetzen Bildungsangebote. Ein länderübergreifendes Ergebnis dieser Kooperation ist die neue Berufsbild-Broschüre FM 2024, in der sämtliche Aus- und Weiterbildungswege im DACH-Raum übersichtlich dargestellt sind. Diese Publikation betont, dass FM-Karrieren vielfältig sind und sich ständig an Trends wie Digitalisierung und Klimaschutz ausrichten müssen.

  • Technische Überwachungsvereine (TÜV): TÜV SÜD, TÜV Rheinland, TÜV NORD und TÜV Austria betreiben Akademien, die sehr breite Schulungsportfolios anbieten. Für Lagertechnik/FM relevant sind ihre Kurse zu Arbeitssicherheit (Regalprüfer, Stapler, Kranschein), Technik (Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten – ein Zertifikat, das vielen FM-technikern ermöglicht, begrenzte elektrotechnische Arbeiten durchzuführen, z.B. Leuchtmittelaustausch) und natürlich FM-Management-Kurse. TÜV Süd Akademie ist z.B. einer der GEFMA-zertifizierten Bildungsträger für den Fachwirt FM. Die Reputation der TÜV sorgt dafür, dass Zertifikate wie "Zertifizierte/r Facility Manager/in (TÜV)" am Markt bekannt sind.

  • Private Akademien und Hochschulpartner: Neben TÜV sind auch die Technischen Akademien (Wuppertal, Esslingen) führend in FM-Weiterbildung. Sie bieten teils in Kooperation mit Hochschulen Zertifikatskurse an. Beispielsweise gibt es an der Technischen Akademie Esslingen berufsbegleitende Kurse, die mit Hochschulzertifikat abschließen. Daneben existieren spezialisierte Institute wie die TAE (Technische Akademie Esslingen) oder TAW (Technische Akademie Wuppertal), die den Fachwirt FM (GEFMA) oder Seminare zu Lagerwirtschaft anbieten. In der Schweiz sind Weiterbildungsanbieter wie Strickhof, IAI, WBZ, GBSSG, ABZ-Suisse für die Vorbereitung auf eidg. Prüfungen genannt. In der digitalen Weiterbildung sind globale Plattformen (Coursera, edX etc.) im Kommen, wobei FM-spezifische Inhalte dort noch im Aufbau sind.

  • IFMA (International Facility Management Association): Diese internationale Organisation bietet anerkannte Personenzertifizierungen an, die auch im DACH-Raum von einigen Professionals angestrebt werden. Dazu zählen Facility Management Professional (FMP), Certified Facility Manager (CFM) sowie Sustainability Facility Professional (SFP). Insbesondere global agierende Unternehmen im Logistiksektor schätzen solche Zertifikate, da sie eine standardisierte FM-Kompetenz nachweisen. Während diese Abschlüsse in DACH nicht so verbreitet sind wie z.B. IHK/GEFMA-Abschlüsse, können sie für Führungskräfte mit internationaler Ausrichtung sinnvoll sein.

Bedeutung von Aus- und Weiterbildung: Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Automatisierung

  • Strategische Planung und Flexibilität: Lagerimmobilien sind ein zentraler Teil der Supply Chain eines Unternehmens. Strategische Entscheidungen – etwa ein neues Distributionszentrum zu bauen, Lagerflächen anzumieten oder bestehende Hallen umzurüsten – werden maßgeblich von FM-Know-how beeinflusst. Ein gut ausgebildeter FM kann in die Immobilienstrategie eingebunden werden und helfen, Masterpläne für das Immobilienportfolio zu entwickeln. Weiterbildungen schulen FM-Verantwortliche darin, Geschäftsführung und Logistikleitung fundiert zu beraten – z.B. mittels Lebenszykluskosten-Berechnungen aufzuzeigen, ob Automatisierung oder energieeffiziente Modernisierung langfristig rentabel sind. Ohne Up-to-date-Wissen (etwa über neue Technologien oder rechtliche Vorgaben) fällt es schwer, auf Augenhöhe mit anderen Abteilungen strategisch mitzuwirken.

  • Digitalisierung: Die Logistikbranche treibt Digitalisierung voran (Stichwort Industrie 4.0, IoT in Warehousing). Gleichzeitig werden auch FM-Prozesse digital transformiert – von der digitalen Wartungsplanung bis zum Einsatz von KI für Gebäudedatenanalysen. Schulungen und Weiterbildungen stellen sicher, dass FM-Mitarbeiter digitale Tools beherrschen (z.B. CAFM-Software, Sensorik, Datenanalyse). Ein Beispiel ist Building Information Modeling (BIM): Zukünftig könnten Lager als „digitale Zwillinge“ bewirtschaftet werden, wofür FM-Teams BIM-Kompetenz brauchen. Die neue Facility Informationsmanager Weiterbildung (RealFM) ist eine direkte Antwort auf diesen Trend. Fazit: Ohne ständige Weiterbildung besteht die Gefahr, dass FM von der digitalen Entwicklung abgekoppelt wird – mit der Folge von Effizienzverlusten.

  • Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: Lagerhallen haben beträchtliche ökologische Fußabdrücke – große Dachflächen (potenziell für PV-Anlagen), hoher Strombedarf für Beleuchtung und ggf. Fördertechnik, Heizbedarf im Winter trotz großer Volumen. Unternehmen verlangen heute von FM-Managern, nachhaltige Konzepte vorzulegen, um Kosten und CO₂ zu reduzieren. Entsprechendes Know-how (etwa Energiemanagement, Green Building-Zertifikate, Kreislaufwirtschaft für Verpackungen) wird in Fortbildungen vermittelt. Verbände wie GEFMA haben Nachhaltigkeit als zentralen Erfolgsfaktor im FM benannt. So verwundert es nicht, dass Nachhaltigkeit in aktuellen FM-Lehrgängen ein durchgängiges Querschnittsthema ist. Für Lagerimmobilien kann dies etwa bedeuten: Aus- und Weiterbildung zu LED-Beleuchtung und Lichtsteuerung, isolierenden Baumaßnahmen, Betrieb von Solaranlagen, E-Mobilitäts-Infrastruktur (Elektro-LKW-Ladestationen), etc. Ferner schult Weiterbildung im Umweltrecht, um gesetzliche Anforderungen (Entsorgung von Gefahrstoffen, Immissionsschutz bei Kühlanlagen etc.) zu erfüllen. Gerade im Hinblick auf strengere Klimaschutzvorgaben lohnt es sich für FM-Leiter, Mitarbeiter mit zusätzlichen Qualifikationen (z.B. Klimaschutzmanager IHK oder Umweltmanagement-Auditor) aufzubauen.

  • Arbeitssicherheit und Rechtskonformität: Nichts ist für einen FM-Leiter folgenreicher als ein schwerer Unfall oder eine Verletzung von Betreiberpflichten. In hochdynamischen Lagerumgebungen müssen Sicherheitsstandards penibel eingehalten werden – sei es die jährliche Regalprüfung durch geschulte Inspekteure, die regelmäßige Unterweisung aller Staplerfahrer oder die Kontrolle von Brandschutzeinrichtungen. Gesetze ändern sich (z.B. novellierte Arbeitsstättenverordnungen, neue Technische Regeln), wodurch fortlaufende Schulung nötig ist, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Viele Unternehmen schreiben für bestimmte Positionen regelmäßige Weiterbildungen vor – etwa Auffrischungskurse für Ersthelfer, Schulungen zu Fremdfirmenmanagement (damit Wartungsarbeiten durch Dritte unfallfrei verlaufen), usw. Ein Sicherheitsingenieur oder eine Fachkraft für Arbeitssicherheit ist oft im FM oder HSE-Bereich angesiedelt und berät. Deren Ausbildung (Sifa-Lehrgänge) ist ebenfalls anspruchsvoll und wird laufend fortentwickelt. Kurz: Investition in Weiterbildung ist hier investition in Risikominimierung und Compliance.

  • Automatisierung und technische Komplexität: Moderne Lagertechnik umfasst z.B. automatische Kleinteilelager, fahrerlose Transportsysteme (FTS/AGVs) und Robotik. Dies erhöht die technische Komplexität der betreuten Anlagen. Facility-Teams müssen sich mit Steuerungstechnik, Sensorik und IT-Schnittstellen auskennen, um Störungen beurteilen und ggf. einfache Eingriffe vornehmen zu können. Hersteller bieten oft Schulungen für ihre Systeme an (z.B. für Regalbediengeräte-Software). Ein FM-Leiter sollte solche Trainings aktiv fördern. Zudem verlangt die Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistern (Wartungsfirmen, Softwarebetreuern) ein Verständnis der Materie, um die richtigen Fragen zu stellen. Weiterbildung schließt hier auch den regelmäßigen Erfahrungsaustausch auf Konferenzen oder in Netzwerken ein – etwa in den FM-Arbeitskreisen von Verbänden, wo Best Practices zu Instandhaltung von automatisierten Lagern diskutiert werden.