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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Logistik- und Lager: Immobilien

Facility Management: Lagerimmobilien » Immobilien

Lagerimmobilien für effiziente Logistik und nachhaltigen Betrieb

Es ist sinnvoll, Lager- und nach Betriebslogik und FM-Risikoprofil zu strukturieren

In der Praxis ergeben sich sechs gut trennbare Cluster: klassische Distributions- und Lagerzentren, Umschlag- und Transportimmobilien, temperaturgeführte Logistik, Gefahrstoff- und Sonderlager, automatisierte Logistikimmobilien sowie produktionsnahe und urbane Logistik. Diese Cluster decken die wesentlichen deutschen Nutzungstypen ab und bilden die unterschiedlichen Anforderungen an Technik, Arbeitsschutz, Brandschutz, Betreiberpflichten, Zertifizierungen und Service-Modelle sauber ab.

Für das Facility Management folgt daraus ein klares Bild

Je höher Durchsatz, Temperatursensibilität, Gefahrstoffinventar, Automatisierungsgrad oder Zeitkritik sind, desto stärker verschiebt sich FM von Standard-Hausmeisterei zu verfügbarkeitskritischem, dokumentationsstarkem Betreiber-FM mit OEM-Wartung, 24/7-Bereitschaft, Ersatzteilstrategie, Monitoring, Alarmketten, Permit-to-Work und Schnittstellenmanagement zwischen Hard FM, Soft FM, Warehouse Operations und EHS/QM. Besonders kritisch sind Toranlagen, Ladebrücken, Regale, Flurförderzeuge, Fördertechnik, Sprinkler- und BMA-Systeme, Kälte- und RLT-Anlagen, elektrische Anlagen, Zugangssicherung sowie Gebäudeautomation und Energiemanagement.

Kerngeschäft

Robuste Standardlagerung mit Paletten- oder Blockbereichen und klassischer Kommissionierung.

Besonderheiten:
vergleichsweise geringe technische Komplexität, dafür hohe Bedeutung von Boden, Markierung, Regalschutz, Stapler- und Dock-Sicherheit.

FM:
Hausmeister- und Sicherheitsrunden täglich, jährliche Regal- und Torprüfungen, DGUV-V3-Regime, Feuerlöscher i.d.R. zweijährlich; bei Single-User-Objekten ist Hard/Soft-FM-Splitting marktgängig.

Variante: Breitgang-Palettenlager

Kerngeschäft: Palettenlagerung mit Frontstaplern und klassischer Zeilenkommissionierung.

Besonderheiten:
breite Fahrgassen, hoher Flurförderzeuganteil, robuste Regale, meist geringere Automationsdichte.

FM:
besonderes Augenmerk auf Bodenverschleiß, Anfahrschutz, Regalinspektion, Stapler-Ladezonen bzw. Batterieräume, Lüftung und Verkehrswege; Bedienpersonal muss nach DGUV qualifiziert und beauftragt sein.

Variante – Blocklager / Bulk Storage

Kerngeschäft: dichte Lagerung großer homogener Bestände, häufig saisonal oder volumengetrieben.

Besonderheiten:
weniger Regaltechnik, dafür höhere Lasten auf Bodensystemen, größere Engpässe an Rampen und mehr Lastspitzen im Warenein- und -ausgang.

FM:
Fokus auf Bodenebenheit, Brandschutzkonzept, Stapler- und Verkehrsflächenmanagement, Rampenverfügbarkeit und Reinigungsregime; energieseitig wirken hier Zonierung von Beleuchtung und PV besonders schnell.

Hochregal- und Siloanlage

Kerngeschäft: sehr dichte, vertikale Lagerung für hohe Flächeneffizienz und hohen Durchsatz.

Besonderheiten:
höhere Abhängigkeit von Brand- und Sicherheitskonzepten, Regalsystemen, automatischer Fördertechnik und Verfügbarkeit der Kernanlagen.

FM:
streng dokumentiertes Instandhaltungsregime für Regale, RBG/Shuttle, Sprinkler, Brandmeldeanlagen, Elektro und Steuerungstechnik; Ersatzteilstrategie und OEM-Verträge sind hier oft unverzichtbar.

Variante: Schmalganglager

Kerngeschäft: platzsparende Palettenlagerung mit Schmalgangstaplern oder man-up-Systemen.

Besonderheiten:
engere Toleranzen, höhere Anforderungen an Regalschutz und Fahrwegsicherheit, geringere Fehlertoleranz bei Anfahrungen.

FM:
konsequente Regal- und Bodenkontrolle, definierte Verkehrsregeln, häufige Sichtprüfungen, jährliche Regalprüfung und belastbare Beleuchtungs- sowie Funk-/IT-Infrastruktur.

Variante: RBG- / Shuttlelager

Kerngeschäft: automatisierte Ein- und Auslagerung mit Regalbediengeräten oder Shuttles.

Besonderheiten:
starke Kopplung von Mechanik, Steuerung, Sensorik und IT; Verfügbarkeit ist geschäftskritisch.

FM:
24/7-Störungsbereitschaft oder mindestens Rufbereitschaft, präventive Instandhaltung nach Hersteller, Funktions- und Sicherheitsprüfungen, Leitstandsüberwachung sowie enge Schnittstelle zu OEM und Warehouse-IT.

Multi-User-Logistikzentrum

Kerngeschäft: Betreiber stellt mehreren Kunden gemeinsame Lager- und Mehrwertlogistik bereit.

Besonderheiten:
Mandantenfähigkeit, viele SLA-Schnittstellen, schwankende Lastprofile und häufig Value-Added-Services.

FM:
serviceorientiertes FM mit Tickets, SLA/KPI, nutzerspezifischen Umbauten, hoher Reaktionsgeschwindigkeit und sauberem Betreiber-/Mieterschnitt; typischerweise sind Hard FM und Soft FM extern gebündelt, Warehouse Operations ebenfalls oft outgesourct.

Variante: Shared Warehouse

Kerngeschäft: gemeinsame Nutzung von Lager, Rampen und Infrastruktur durch mehrere Auftraggeber.

Besonderheiten:
hohe Flächenflexibilität, häufige Layoutänderungen, wechselnde Sicherheits- und Qualitätsanforderungen je Mandant.

FM:
Change-, Flächen- und Berechtigungskonzepte, getrennte Verbrauchsdatenerfassung, standardisierte Mängelprozesse und erhöhte Bedeutung von Zugangskontrolle und Reinigungsqualität.